Archiv fürMärz, 2009

43!

Happy Birthday, Männe!

An diesen Tagen kann ich es kaum glauben, dass wir uns schon so lange kennen und das Gefühl von damals immer noch in meinem Bauch ist. Stark!

Geht doch.

  • Kuchen: einer und ein paar Muffins 
  • Geschenke: verpackt 
  • Wohnungszustand: ist mir mumpe 

Das.

Eine Ahnung hab ich nun: Mein Männe bekommt Karten für die hier.

Und wenn ich Glück habe kann er mich mit dem Rollstuhl zum Takt schieben gehe ich mit. Es fehlt noch ein Konzert in dieser Schwangerschaft, mindestens.

(Beim Schnatterinchen war ich auf „Tower of Power“ , den Stray Cats  und Max Greger. Beim Moppi waren es schon nur noch Jan Delay und Reamonn. Und nun werde ich es -im Sinne der musikalischen Früherziehung- wohl nur auf ein Konzert schaffen. ;-) )

Keine Ahnung!

Ich habe keine Ahnung, wie der Geburtstag des Männes am Sonntag über die Bühne gehen soll.

Ich habe keine Ahnung, was ich ihm schenken soll.

Ich habe keine Ahnung, wie ich -wenn ich mal ne Idee hätte- an ein Geschenk kommen soll (Internet hilft mir da nicht. Normalerweise finde ich immer etwas, wenn ich losziehe. Ich kann aber nicht losziehen, eher loskriechen.) 

Ich habe keine Ahnung, wie ich es in diesem „Zustand“ schaffen soll einen Kuchen zu backen. Und ich will doch so gerne.

Plöd. Plöhööd.

So klar wie Klosbrühe!

Seit Donnerstag/Freitag weiß ich übrigens ganz genau, weshalb ich definitiv eine Hausgeburt vorziehe. 

Nichts geht über die eigenen vier Wände. Für mich.

Von Krankenhäusern und anderen Katastrophen

Am Donnerstag war es soweit: ich war reif! Nach immensen Nierenschmerzen bat ich den Männe um 16 Uhr, mich im Krankenhaus abzusetzen. Ich weiß nicht was ich erwartete, ich hoffte und bangte, von den Ärzten nicht ausgelacht zu werden. Das Gegenteil war der Fall: von Verlust der Niere war die Rede, hochgradigem Stau und sofortigem Legen einer Harnleiterschiene. Damit hatte ich nicht gerechnet und war dementsprechend aufgelöst.  

Kurzer Anruf zuhause mit der Bitte mir doch Wäsche, Lesestoff und Kulturbeutel vorbei zubringen. Dann zum Anästhesisten und der nächste Schock: Spinale. Ein Albtraum wird war! Zwei Geburten hatte ich hinter mich gebracht OHNE mir an der Wirbelsäule herumfuhrwerken lassen zu müssen. Eine Riesen-Angst kam auf als ich mir dieses schnieke Op-Hemdchen, Modell „Freiluftpupsen“ anzog (Trombosestrümpfe konnte ich mir ersparen, ich trug ja bereits meine Kompressionstrümpfe :-S). Ab diesem Zeitpunkt redete ich nicht mehr, nur noch „hm“ kam über meine Lippen.

Die Injektion war halb so schlimm (natürlich), das Gefühl keinen Unterleib mehr zu haben verursachte allerdings Schwindel und Übelkeit, in solchen Momenten geht die Phantasie mit mir durch. Eine Assistenzärztin textete mich zu und ich war aber irgendwann nur noch an dem Bildschirm neben mir interessiert. Darauf zu sehen meine Blase von innen und der Harnleiterausgang in den ein Schlauch geschoben wurde. Und die Wiederholung, denn die erste Schiene war zu kurz. Klar, ne.

Als die Ärzte begannen Pizza-Bestellungen abzugeben konnte ich auch mal wieder schmunzeln. Beim Umwuchten auf das Krankenhaus-Bett wieder der Schock: Das sollen meine Beine sein? Und dieses Ausgeliefert-sein, wie ein Käfer auf dem Rücken. 

Ich wurde in den Aufwachraum geschoben (Hä-ich bin doch wach?), meinem Mann der meine Sachen brachte wurde währenddessen auf der Station gesagt ich liege auf Intensiv….. Der Arme!   Langsam merkte ich meinen Bauch wieder (mein Poppes fühlte sich weiterhin an wie eine Wolldecke) und bald wurde ich von der wahnsinnig laut schnarchenden Frau Schmitt erlöst. 

Im Zimmer lag ich nun immernoch einfach nur rum. Abwechslung nahte in Form von CTG. AAAAARGHHHH! Ich hasse das. Prompt zeichnete das Ding auch noch alle drei Minuten Wehen auf. Also schnell Wehenhemmer. Und Schmerzmittel. Den Katheder  spürte und verfluchte ich mittlerweile auch sehr. 

Der Mann rief an und war sehr erleichtert mich zu hören. Süß! Und die Niere spürte ich auch nicht mehr. Nach Monaten! Kaum zu fassen! Bewegen konnte ich mich ab Mitternacht. Leider war die Nacht fürchterlich, mit Krämpfen und Schmerzen an anderen Ecken und Enden, Wehen und gereizter Blase.  

Endlich war die Nacht vorbei, Frühstück und Dusche, Blutabnahme und Antibiotika. Ein Ultraschall von der Mini-Motte wurde gemacht, die völlig unbeeindruckt das Ganze überstanden hatte, allerdings auch hier wieder Wehen durch zuviel Druck auf den Bauch. So geht das jetzt seit Tagen. Druck oder Anstrengung = Wehen. Nix geht mehr. Zur Abschlussuntersuchung beim Urologen musste ich im Rollstuhl. Der Ultraschall dort ergab ein normale Nierengröße! Für mich immernoch kaum zu glauben. Jedoch ist da eine 2cm große Zyste, die sich noch nie jemandem vorgestellt hatte. N´. Bissi blöd so.  

Der Mann kam, die Ärztin, die mich aufgenommen hatte (und tollerweise etwas an Frau…äh…Mutti erinnerte) entließ mich und seit Freitag mittag bin ich zuhause und schone mich brav. Mehr kann ich auch nicht -außer vielleicht alle 20 Minuten aufs Klo rennen  schleichen,  weil die Blase durch die OP noch sehr gereizt ist und ich wegen jedem Pippifax Wehen bekomme.

Aber ich habe ja nen tollen Mann, der versucht den Laden zu schmeißen und eine Mama, die alles stehen und liegen lässt für ihre Familie. DANKE!

Gott sei Dank Montag!

Der Mann ist wieder da, wat bin ich froh! (Aber ich habe ihm seinen Italien-Trip  ja gegönnt. Trotzdem.)

!

Ich hab mir mal die Finger in der Autotür eingeklemmt. Beim Zuschlagen. Und anstatt die Tür mit der anderen Hand schnellstmöglich wieder zu öffnen, hab ich die eingeklemmten Finger langsam, gaaaanz langsam rausgezogen. Wie blöd kann man Eva manchmal sein?

Fiel mir nur so ein nachdem ich mir gestern den Finger im Kinderwagen eingeklemmt habe. Ab wann muß eigentlich ein Nagel aufgebohrt werden?

Was ist Glück?

Frau Mutti zeigt ein wunderschön glücklich machendes Foto. Und forderte auf es ihr nachzutun. Und hier kommt meins:

p10500361  

Der Moppi war da gerade ein paar Tage alt. Und ich hinderte gerade mal wieder das Schnatterinchen daran, den Bub abzulecken. Es gibt von diesem Nachmittag noch mehrere wunderschöne Bilder auf denen man sieht, wie glücklich ich gerade war. Obwohl wir bereis ahnten, dass eine saumäßig schlimme Zeit bevorsteht. (Nicht der Kinder wegen.) Aber dieses Kind bestaunten wir voller Glück. Immernoch. Sonnenscheinkind.

(Weshalb ich so berührt bin von genau dem Bild? Naja- Vor der Geburt hatte ich so meine Befürchtungen wie das Schnatterinchen auf ihr Geschwisterchen reagiert, ich vermutete, dass sie ihm erstmal eine mitgibt.  Dann lag er da so in seinem Bollerwagen und das Erste, was sie fragte war: Darf ich den mal streicheln? Und diese Bilderreihe erinnert mich an diese besonderen ersten Tage. Hach.)

Frühlingsgefühle!

Die Blümelein blühen, die Vögelchen zwitschern, die Sonne scheint. Pffffff! Mir doch worscht!

Mann! -bin ich heute schlecht gelaunt. 

Momentane I-Tüpfelchen: Der Mann weilt in Italien und futtert richtige Pizza. Und das Auto, welches wir am Montag ansehen wollten, wurde uns gerade vor der Nase weggeschnappt. (Ich war aber auch schon vorher nicht gerade sozialkompatibel. Schieben wir es doch einfach auf die Hormone. BitteDanke!)

Es reicht!

Bislang habe ich es verstehen können, wenn Frau Erzieherin mich im Kindergarten darauf ansprach wie anstrengend das Schnatterinchen doch sei. Ja- sie schreit ziemlich schnell, auch Ja- sie weint oft ohne vorher ihr Problem mitgeteilt zu haben. Ja- sie zickt, Ja- sie ist stur. Ja- sie ist bockig und führt sich gerne mal auf wie das berühmte Rumpelstilzchen. 

Das alles weiß ich, ist ja meine Tochter. Ich habe mehr oder weniger gelernt damit umzugehen, auf sie zuzugehen, einzugehen, auch darüber hinwegzusehen, je nach dem eben. Das alles habe ich auch schon bei der Erzieherin angesprochen, mehrmals. Und dachte, vielleicht mit ihr an einem Strang ziehen zu können.

Und jetzt kriegt mein Töchterlein gesagt, wenn sie immer so viel schreit und bockt, gehts der Mama nicht gut und für das Baby ist das auch nicht gut. Was soll ich sagen: Da kommt mir die Galle hoch! Wie kann man nur solche Ängste sähen, auch noch bei einem Kind, welches sich gerne selbst unter Druck setzt?

Es reicht. Jetzt kommt die Löwenmama!

Ein Hauch von A-Blog.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass seit Dienstag und Mittwoch letzter Woche meine Statistik  einen fernsehturmhohen Zacken in völliger Flachlandebene aufweist? Dank Verlinkungen dieser beider Damen. ;-)  

(Auf Dauer wäre das aber nichts für mich.)

Donnerstags von Berlin nach Wü.

Schnell schnell, aufstehen. Gott, ich bin gerädert, meine Beine sind gefühlt doppelt so dick.

Frühstücken, Abschied nehmen und los. Achtung: Die Hundekackeproblematik in Berlin schließt Trolley-hinter-sich-herziehen unbedingt mit ein. Organisches Slalomlaufen mit Reisegepäck. Eckelig, escht! Ein letztes Mal S-Bahn fahren. Zu diesem Bahnhofsungetüm. Dort hole ich mir schnell noch etwas Reiseproviant und den Rest der Zeit verbringe ich suchend nach meinem Gleis. Von janz weit oben muß ich nach janz weit unten. Logo. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es zu meinem Zug obwohl ich mir extra viel Zeit eingeräumt habe. Ich bin halt doch eine Bummeltante. 

Im Zug hilft mir mein Sitznachbar doch tatsächlich die Tasche in die Ablage zu wuchten. Glückwunsch, Erster! Jetzt sitze ich. WAHNSINNIG unbequem. Um mich abzulenken suche ich noch verzweifelt mein Telefonino, finde und finde es nicht. Mist. Aber nach 20 Minuten Suchen gebe ich auf und lese. Besser, aber diese Sitze. Wir fahren durch so „tolle“ Ortschaften wie Bit.terfeld. Ich würde gerne mal in diesen verlassenen Bahnhofswerkshallen herumstromern und mir ausmalen wie ich es wohnlich herrichte. Ich liebe solch alte Gebäude einfach. 

Mein Sitznachbar schnauft, ständig. Hat er mir was zu sagen? Dann mus er es leider für sich behalten, denn ich habe keine Lust auf Konversation. Sorry. Ich will lesen solange ich noch kann. Aber diese Sitze. Da ich eher der schüchterne Typ Mensch bin mach ich das nicht oft: die Lehne zurückstellen. Jetzt ist mir das aber egal und ich sitze gleich viel bequemer. Leider beginnt einige Reihen weiter eine Musikst.udentin (o.ä.) mit ihren Gesangsproben. immer mal wieder höhe Töne, nicht am Stück singend, „Madonna“ oder so ein Mist. Leute, ich hab schon ein Problem mit anspruchsvoller Fahrstuhlmusik und diese Tussi hat nun wirklich ein Mimimi-Stimmchen, welches mir die Fußnägel hoch rollen lässt. AAAARGHHH! Was freu ich mich auf Zuhause!

Endlich aussteigen, umsteigen in Ääährfuhrt. Vorher hole ich mir noch ganz viel süßen Kleinkram aus dem Automaten. Der Zug ist erstaunlich leer, ich weiß dann auch bald warum. Regionalexpress. Nach einer halben Stunde ist mir so schlecht, der Zug  die Lok verhält sich in Kurven wie ein Flugzeug in der Kurve bzw. beim Landeanflug oder auch ein Stadtbus wäre vergleichbar. Nix für meinen Magen. Starres Geradeausschauen hilft wenig, weil direkt vor mir eine Dame mit blaugefestigtem Haar weilt. Unerträglich, nä Frau Jette? ;-)  

Nach zweieinhalb Stunden endlich die Rettung in Häßlichster-Bahnhof-Form. Juhuuuu! Alle drei sind sie da. Meine große Knolle rennt mir in Hollywood-Manier entgegen. Ich freu mich so. Das kleine Knöllchen erkennt mich auch irgendwann. Ich kann zusehen, wie meinem Männe die Anspannung aus dem Gesicht weicht ;-) Zuhause essen wir Kuchen (ich nicht, mir ist noch schlecht), die Mitbringsel werden ausgeteilt, ein bisschen erzähle ich, aber das Meißte kommt doch erst im Laufe der nächsten Tage. Der Alltag hat mich wieder als die Knollen in der Wanne sitzen. Angekommen! Schön wars!

Mittwochs in Berlin.

Also länger als 8:30 Uhr kann ich wohl nicht mehr schlafen. Hm. Frühstücke noch später als am Tag zuvor. Dabei hab ich heute Aufträge zu erledigen. Geschenke kaufen Geschenke kaufen und nochmals Geschenke kaufen. Glücklicherweise finde in der näheren Umgebung einige brauchbare Läden. Allerdings geht mir schon nach kurzer Zeit die Puste aus. Schlapp, sehr. Vielleicht habe ich mir gestern doch zu viel zugemutet. Dabei möchte ich am Nachmittag doch noch mit dem Schwager ins Schloss Köpenick. Also Zähne zusammen beissen und ab zur S-Bahn. Etwas erschrocken bin ich über den jungen Mann, der dort gebrauchte, aber noch gültige Fahrkarten weiter verkauft und dafür die ganze Zeit am Bahnsteig im Wind steht. Tut mir einfach leid.

Am Ziel angekommen finde ich die Übersichtlichkeit des Schlösschens sehr einladend, wir schlendern etwas durch den dazugehörigen Mini-Park, in der Sonne von Enten begleitet. Auch die Ausstellung hält einige interessante Dinge bereit. Allerdings kriege ich meine Füße nicht mehr allzu weit vom Boden hoch. Um 18:00 Uhr werden wir quasi hinaus gekehrt. Schmunzelnd stelle ich fest, dass auch im Rest des Stadtteils die Gehsteige hoch geklappt werden. Putzig. 

Dann aber heim, R.abholen, wir wollen noch Essen gehen. Ruckzuck sind wir wieder auf der Gasse. Meine Schuhe bräuchte ich mittlerweile zwei Nummern größer. Wir landen im „Thai Cuisine“. Und dort esse ich sooooo lecker. Sooooo Ahhhhh! Ich möchte den Koch heiraten. Kalbsrücken mit knusprig gebackener schwarzer Reisdecke, darauf noch ein paar Pilzscheiben. Erstmal unscheinbar, aber der Geschmack. Ich werde halb wahnsinnig vor Genussglück! Einen Nachtisch gönnen wir uns auch: schwarzer  süßer Klebreis mit Kokosmilchcreme (oder so), eingelegten Erdnüssen und Mangoscheiben. *stöhn* Kurzzeitig überlege ich ob ich den Koch eventuell auch als Haushaltshilfe von der Krankenkasse bezahlt bekäme, nur für den Fall. Ich will nicht nach Hause, ich will ESSEN!

Irgendwann gebe ich mich doch geschlagen, ich schleppe mich zum dritten Mal ins vierte Stockwerk (ein Glück wohnt mein Schwager nicht mehr dort im fünften Stock). Wir trinken noch einen Zitronengrastee und runden den Abend damit ab. Mein Hab und Gut schmeisse ich in die Tasche (und ein letztes Mal freue ich mich über den wenigen Kram den frau für sich alleine braucht).  

Freu mich auf meine Knollen daheim. Schlafe schlecht.

Ich machs.

Heute guck ich DSDS. Weil da der eine aus unserem Kaff mitmacht. Und als ich das neulich mitgekriegt hab, musste ich schnell umschalten, weil es so schlimm war dem beim Reden zuzuhören. Seinen Auftritt hab ich natürlich verpasst, jetzt bin aber doch sehr neugierig :oops:

(So wie der sind hier nämlich ganz viele. Bergvölkchen, so kommt es mir jedenfalls vor.)

 

EDIT: Hilfe! Wir wohnen wirklich zu nah am AKW.

Dienstags in Berlin.

Ich erwache so um 8 Uhr, mit dem Ausschlafen scheint es etwas zu happern. Dafür kann ich jetzt endlich mal wieder das tun was ich in meinem Mama-Dasein so vermisse: Erstmal lesen. Eineinhalb Stunden lang. Irgendwann gehe ich an den Kühlschrank und hole mir meinen Wurstsalat (vom Mann noch liebevoll gekauft) -nicht zu verwechseln mit dem im Kühlschrank benachbarten Seealgensalat meines Schwagers. Schüttel! Roch ein bisschen wie unser Aquarium.  So ab 10 Uhr gibts erstmal Teechen, dann Dusche, dann verspätetes Frühstück. Zwischendurch werde ich etwas nervös, am Abend steht mir ein Treffen mit Frau…äh…Mutti und Frau Jette bevor. Bis dahin vertreibe ich  mir die Zeit in Mitte, laufe durch in jeden Hof, ganz viel Zeit verbringe ich hier, die kannte ich bislang immer nur nachts von Kinobesuchen. Lande in einem DocMartens-Laden und finde beinahe passende Schuhe. Beinahe, ja! Irgendwann hab ich Lust etwas zu schnabulieren und gehe quasi zur Nachbarin des Schwagers. Der georderte Brownie erschlägt mich etwas (oder mein Magen ist zu einem Rosinchen gepresst). Danach erstmal ausruhen und nervöser werden. 

Gegen 18.30 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle und zu meinem ersten Bloggertreffen, das Landei in mir findet es wieder einmal ganz toll öffentliche Verkehrsmittel zu beinah jeder Tages- und Nachtzeit nutzen zu können. Und so nah. Von der Haltestelle aus laufe ich in einer für mich typischen Spirale um den Treffpunkt herum. Nicht weil ich mir vor Aufregung beinahe in die Hose gemacht hätte, Nahhain! (10 Jahre lang fuhr ich so zu meiner Tante, immer schön aussen herum und sich ganz langsam aber sicher dem Ziel nähern ;-) Anders kannte ich den Weg gar nicht.)

Endlich angekommen legt sich die Anspannung recht schnell, die Damen machen mir „mein ers.tes Mal“ leicht ;-) Ich fand den Abend herrlich! Soviele Tränen habe ich länger nicht gelacht, das Bier war wirklich alkoholfrei, irgendwie verging die Zeit viel zu schnell. Unbedingt wiederholungsbedürftig! Glücklich steige ich in den Bus zurück, gehe auch nicht mehr auf die Party des Schwagers Freundin, will den Abend gerne mit nur diesem „neuem“ Gefühl ausklingen lassen. Hach ja!

(Achtung Insider:   )

Montags in Berlin.

Los gehts! Ich kann es kaum glauben. Nach einem Wochenende an dem ich mich beinahe selbst eingewiesen hätte raffe ich morgens vor dem Kindergarten meine Klamotten, Bücher, ect. zusammen (erstaunlich wie schnell gepackt ist wenn frau nur für sich denken muß), wir bringen das Schnatterinchen in den Kiga (sie weint :-( ) und los zu Deutschlands häßlichsten  Bahnhof („Soll ich nich doch ne Stunde später fahren?“ Die Antwort des Mannes war ein klares Nein!). Dort lasse ich mir gleich zweimal den falschen Zug verkaufen (einmal den „Zu-Schnellen“- einmal den „Zu-Langsamen“) und steige in den ICE. Dieser ist zweigeteilt, ich bin natürlich in den falschen Teil eingestiegen und komme nicht mehr zu meinem reservierten Platz :roll: Irgendwann finde ich einen Platz und zwänge meinen „wohlgeformten“ Körper hinein. Für meine Tasche muss ich auch noch Platz einräumen. Aber Hauptsache ich sitze. Und erstaunlich schnell beginne ich mich zu entspannen, lese, lese, lese. Steige in Göttingen um, zwänge mich diesmal an meinen reservierten Fensterplatz am Tisch (und schuppse beinahe mit meinem Bauch das Laptop meiner Sitznachbarin runter), lese weiter. Die Zeit vergeht schnell und ich bin voller Vorfreude auf die große Stadt. Am Bahnhof (Uiuiui- das Landei ist verblüfft!) wartet mein Schwager fast direkt vor „meiner“ Zugtür *freu*. Mit der S-Bahn gehts weiter bis zum Hackeschen Markt, von dort aus in 10 Minuten zur Wohnung meines Schwagers. Vier Stockwerke weiter oben freu ich mich über den Ausblick  hierauf, hierauf und hierauf und in diverse Wohnungen (da kommt der Voyeur in mir durch :oops: ). Es gibt Topinamburknollen und Rote Bete und ich muß an meinen Mann denken, der mir zu Hause riet: Pack ein Salzfässle ein! War aber lecker. Wir quatschen ne Weile, ich ruhe mich etwas aus und später gehts ins Kino. „Der Vorleser“-Fazit: Naja, ich kenne das Buch schon, was es dem Film ja immer etwas schwer macht, und Kate Winslet war mir ein bisschen zu viel Hollywood. Trotzdem wird man wieder nachdenklich.

 Aber was mich wirklich erstaunt: es ist nach 23 Uhr und ich bin kaum müde. Ich kann es noch!

Wieder da.

Sehr zufrieden und müde wieder zuhause angekommen. Kinder geknuddelt. Schön war es!  Alles.

Morgen mehr.