Endlich komme ich mal wieder zum Schreiben.
Aber erstmal:
Zauberhaften Dank an alle Gratulanten!!! Wow! So viele Blogger, die hier die vergangenen Tage mitgelesen haben. Gerne würde ich mich bei jedem einzeln bedanken, allein die Zeit reicht gerade vorne und hinten nicht. Deshalb auf diesem Wege, nicht weniger von Herzen kommend: DANKE! Ihr seid großartig! ♥♥♥
Nun zur Sache, die Geburt also: Am Montag eben noch zur Frauenärztin mit dem üblichen Vorsorgequatsch (die Urinprobe haute die Arzthelferin fast um: „des blut´ ja wie Schwein!!“) und extrem schlechten Pipi-Werten. Ich werde telefonisch in der Klinik angemeldet und ab gehts. Dort gleich mein Freund das CTG, Blutabnahme und nochmals Untersuchung von einem Urologen (O-Ton: „Die Niere schaut schon ziemlich matschig aus. Muss man nach der Geburt mal schauen, ob die überhaupt noch 20% arbeitet, ansonsten ist die fällig.“ Der Arsch!) Wieder im Kreißsaal Gespräch mit der Oberärztin, die sehr nett ist und uns erklärt das sie gerne mit so nem Magenmittel, welches als Nebenwirkung Wehen auslöst, einleiten würde, weil es ganz gut zu dosieren ist. Wir stimmen zu. Ich schicke den Mann nach Hause, die erste Tablette gibt es erst um 22 Uhr und dann im 4 Stunden Rhythmus.
Ich beziehe ein Wehenzimmer, bekomme einen Antibiotika-Tropf und genieße die Ruhe, versuche zu schlafen. Laufen geht ja eh kaum. Um 21.30 Uhr wieder CTG, um 22 Uhr die Tablette, danach eine Stunde weiter CTG. Das ich mich in der Zeit des CTGs nicht bewegen kann, weil sonst sofort die Herztöne verschwinden, ist klar. Ätzend! An Schlaf kaum zu denken! Zumal um halb eins die nächste Antibiose angehängt wird. Tolles Timing sag ich da nur. Um 1.30 Uhr wieder CTG, um 2 Uhr die zweite Tablette, bis 3.15 Uhr CTG. Keine einzige Wehe. Bis es abgeschnallt wird und ich mich bewegen kann. BUMM!: 3.25Uhr Ich wuchte mich herum und habe eine richtig fiese Wehe! Danach gehe ich halt mal aufs Klo und ZACK! the next one , keine fünf Minuten später. Ich warte noch etwas und sage zur Hebamme so um 3.45 Uhr nach ca. 4! Wehen:“Äh- ich glaub ich hab Wehen“ Also CTG (als wenn ich es nicht vorher schon gehasst hätte…) Die Hebamme ist die Ruhe selbst und ich bin dankbar, dass sie in jeder Wehe neben mir sitzt und mitatmet. Bewegen kann ich mich kaum.Um 4Uhr ist der Muttermund 2cm auf. Schon bald merke ich diesen Druck, als wenn man aufs Klo muss. Ich bitte die Hebamme so um 4.15 Uhr meinen Mann anzurufen. Wahrscheinlich denkt sie, es dauert noch ne Weile. „Soll ich mal Wasser in die Wanne einlassen? Vielleicht entspannt das etwas?“ fragt sie, ich bejahe nur noch und denke: HÄ? Lass sie schnell ein, ich will mein Kind darin bekommen! Während sie im Kreißsaal ist machts knöck! und die Fruchtblase platzt. Es läuft ab wie bei Moppis Geburt nur alles im Zeitraffer. „Ähm! Meine Fruchtblase ist geplatzt!“ sag ich zur Hebamme. „Guuuuuuht! Siiiiie wollen ihr Kind!“ Wir ziehen um in den Kreißsaal und ich schaffe es gerade so mich auszuziehen und in die Wanne einzutauchen. Herrlich, leider ist dieses Ahhh!-Gefühl nur von kurzer Dauer. Wehe. Die Hebamme zieht sich einen dieser Handschuhe über, die eigentlich eher an einen Kuhdoktor erinnern (diese laaaangen, die bis zum Halskragen gehen). Presswehe! Ich presse. „Hecheln!“ krieg ich gesagt. Also hechel ich. Noch ne Presswehe, ich mach was mein Körper verlangt und schon schwimmt die Kleine raus, die Hebamme hatte keine Zeit sich den zweiten Handschuh auch noch überzustülpen, geschweige denn die Ärztin zu rufen. Schön! Ich nehme das kleine Etwas und bin einfach nur froh und erleichtert. Es ist 4.39 Uhr. Wir haben ein Mädchen!
Die Hebamme freut sich mit über diesen raschen und problemlosen Ablauf, ich bin ihr so dankbar! Nach ein paar Minuten fragt sie, ob ich abnabeln möchte und ich habe die Schere schon in der Hand als es klingelt. „Warten Sie- vielleicht ist das ihr Mann?“ Tatsächlich kommt er in den Kreißsaal und lächelt -bis er das Menschlein entdeckt. Der Arme ist etwas geschockt, dachte er doch noch auf dem Weg: Was wäre wenn es mir jetzt genauso ergeht wie B. (seinem besten Freund) und ich komme zu spät?
Egal: Hauptsache er ist jetzt und in Zukunft für das Mini-Mädchen da!
Die Hebamme fragt nach einem Namen, aber wir sind uns noch nicht sicher und so kommt es, wie bei Moppi auch, dass das Kind erstmal ohne Namen auskommen muss.
Später, nach ausgiebigem Baden und untersuchen, ziehen wir wieder in das Wehenzimmer. Die Kleine nuckelt schon fleißig. Wir haben noch viel Ruhe aber so um 8 Uhr ziehen wir auf Station um und ich schicke den Mann heim, zum ausruhen und später wiederkommen.
(Leider werden die Nierenschmerzen im Laufe des Tages immer schlimmer und ich hänge abwechselnd am Antibiotika oder Schmerzmittel. Viel will ich zu dem Drama der folgenden Tage nicht schreiben, außer das ich froh bin über solche Hilfsmittel. Auch wenn Freunden und Bekannten das Gesicht verrutscht. Aber ich bin schmerzfrei -Endlich! )