In Zeiten, in denen sich der Mann einen Burn-Out erarbeitet, das große Kind hoch fiebert, die Katze krank wird und frau eigentlich lieber Gedanken ans Packen verschwenden möchte, kann es ihr dennoch unheimlich viel Spass machen abends im Bett zu lesen.
Denn: Es ist manchmal verdammt schwer *eigenenNameneinsetzen* zu sein, aber irgend jemand muss es ja tun! ( Oder so.)
Ich betrete das ziemlich volle Wartezimmer beim Urologen, die kleine Knolle trage ich in ihrem Maxic.osi. Sofort erhellen sich die Gesichter der meist über Siebzigjährigen, „Hach süß!“ und so. Irgendwann sagt eine Dame: „Dees is schon brrakdisch mid denne Schale. Da sinn die Kinner gud ufgerrräumd un immer dabei!“ Kollektives Nicken im Wartezimmer. Bis ein Anderer meint: “ Aber wissd ihr was die besde Erfindung öller Zeide is? - Der Rolllador!“ Begeisterung bricht aus. Applaudiert hat keiner, aber fast!
nuschelte der Urologe beim Kontrolltermin. „ENTstaut?!“ fragte ich etwas hektisch. „Ja, entstaut!“ so seine Antwort. (Das hab ich seit drei Jahren nicht mehr gehört, müssen Sie wissen.)
Die Schiene fühlt sich momentan ein bisschen so an als hätte ich nen Zahnstocher in der Blase. Aber damit kann ich grad ganz gut leben. Hauptsache ENTstaut! Bitte weiter so!
Eine Ahnung hab ich nun: Mein Männe bekommt Karten für die hier.
Und wenn ich Glück habe kann er mich mit dem Rollstuhl zum Takt schieben gehe ich mit. Es fehlt noch ein Konzert in dieser Schwangerschaft, mindestens.
(Beim Schnatterinchen war ich auf „Tower of Power“ , den Stray Cats und Max Greger. Beim Moppi waren es schon nur noch Jan Delay und Reamonn. Und nun werde ich es -im Sinne der musikalischen Früherziehung- wohl nur auf ein Konzert schaffen. )
…der besonderen Art hat die kleine Schwester von Schnatterinchens Freundin hingelegt. Genau zu deren vierten Geburtstag kam sie gestern gesund, munter und propper auf die Welt. Herzlichen Glückwunsch wünschen wir Euch, und viel Spaß zu Viert!
Vom 2.März bis 5.März. Bäärlin. Daumen drücken. Kerzchen anzünden. Stoßgebete zum Himmel schicken. Was auch immer. Hauptsache alles bleibt gesund. (Frau Jette, ich trau mich gar nicht zu fragen. Wie wärs mit uns Beiden? )
Ein Telefonat mit meiner Om: „Hallo Oma! Ich bins. Herzlichen Glückwunsch zum 75. Geburtstag wünsch ich Dir!“ Antwort von ihr: „Neee -74! Da haste dich vertan. …“ (und ich kann ihr Schmunzeln geradezu hören.) Herrlich, diese Frau.
Beinahe hätten wir als -halbwegs normale- Familie nicht mehr in einen Aufzug gepasst. Lag u.a. am Kinderwagen und meinem Bauch. Hmmmm- was sagt uns das für die Zukunft? Lastenaufzüge bevorzugen! (Wir waren der Schrecken der Auf-den-Aufzug-Wartenden: „Oh neeee- warten wir auf den Nächsten!“.)
Das Kindelein hat so ein Adventsbuch mit Gedichten, Lieder und Geschichten. Und weil ich gerne mal singe flötete ich daraus „Kling Glöckchen Klingelingeling“ vor. Der Mann lächelte etwas und ich fragte (mit einem Augenzwinkern) ob ich ihm manchmal peinlich sei. Ihm nicht, aber die Tochter versicherte mir mehrmals: „Mama, mir bist Du peinlich!“
und:
„Mami!“ unterbricht das Kind meinen Einlull-GuteNacht-Gesang “Lass´mich mal singen!“
„Soll ich noch fertig singen oder willste gleich?“ frag ich.
„Lass mich: Rosarosa Panther, pinkelt in die Fanta, trinkt sie wieder aus und du bist raus!“
(ich bin beinahe von der Bettkante gerutscht vor Lachen.)
Schön ist das, wenn die Bloggerwelt ein bisschen „echter“ wird.
(leider krieg ich Fotos von außen grad nicht in den Rechner, und Lust hab ich keine das Laptop rumzuheben und weil ich die integrierte Kamera benutze ist überall mein Rüssel mit drauf.)
Ab morgen ist hier für zwei Wochen (mindestens) „Ruhe im Karton“.
Der Tag heute und eigentlich schon die letzten Wochen setzen unserem Urlaubsbedürfnis noch eins obendrauf. Gepackt ist soweit, jetzt muß nur noch alles in das Auto (und das kann nochmal spannend werden). Der arme Mann ist jetzt zum Gig, beginnt um 0.00h (wie kann es anders sein!) und wenn er dann um ca. 6.00h heim kommt werfen wir alles was da mit soll in unser Vehikel und los gehts.
Das Telefon klingelt. „Hallo hier ist derundder, kommen sie heute noch zur Massage?“ „JEEETZT?“ entfährt es mir.
„Ja wir haben gerade einen Termin miteinander…!“ „OK. Ich bin schon unterwegs.“ Gott sei dank hat der Göttergatte Zeit und die Massagepraxis nur zwei Minuten entfernt. Ein hastiger Blick in Spiegel und ich denke mir: Hast zwar Männerunterhosen an, aber wenigsten hängt keine Kinderkotze oder Rotz an mir. Also los!
Auf der Liege, ich komme langsam in den Entspannungsmodus, wird geknetet, gedrückt, all das. Bis der gute Masseur um die Liege herum geht, dabei an meinen Füßen stehenbleibt und murmelt „Aha, sehr interessant…“ Und jetzt fällt es mir ein; ich habe zwei verschiedene Paar Socken an. Einen schwarzen und einen schwarzen mit weißen Punkten. Ich stammele etwas von: im Dunkeln aus Wäschekorb gezogen, keine anderen in Schublade ect.pp.
Er nahm es mit Humor.
Und ich mit Selbstbewusstsein: es geht halt grad so zu hier.